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Endlich: die Paradise der Südsee!
Here - Astrid Luweg's account and pictures through The Tuamoto group
- V216 Easter Island to Tahiti..
Es war 10 Uhr morgens, als Mikkel mich weckte! Die Überbleibsel der vergangenen Nachtwache deutlich sichtbar in meinen Augen, stapfte ich aus meinem „Hochbett“ und bewegte mich langsam ins „Badezimmer“. Ich rieb mit die Augen und sobald ich mich im Spiegel entdeckte (ich hab’ keine Ahnung warum!?) – wurde mit plötzlich bewusst: draußen an Deck mussten die ersten Atolle zu sehen sein!!
Ich kam ins Deckhaus und blickte mit meinem gerade einzig verfügbaren Auge (mein rechtes hatte sich infiziert) durch die Türe hinaus und was sah mein Auge: ein Atoll! - Ich war total aus dem Häuschen!! Dies war nun das, wo ich mich so sehr drauf gefreut hatte! Es sah wundervoll aus! Die hohen Palmen auf den kleine Inseln, die natürlich keine sind, sondern miteinander zu einem großen Ring verbunden sind. (picture „Kauehi-Atoll - view out of the deckhouse“, „ring of little islands“ or “ an atoll”)
Wir segelten gerade auf das Kauehi-Atolls zu und es sollten nur noch wenige Stunden dauern, bis wir den Eingang in die Lagune erreichen würden! Es war in meiner 12-16h Wache in der wir den Ozean verließen und in das Innere des Atolls – in die Lagune - hinein fuhren! Es war einzigartig um dies zum ersten Mal zu erleben! Noch besser war es, alles aus dem Mast zu bestaunen! Hoch oben auf der Topgallant-Rah saß unser „Lookout“, aber der war schon lange nicht mehr alleine dort! Einige hatten diesen hervorragenden Aussichtspunkt ebenfalls entdeckt (picture „view from a lookout on Fakarava Atoll“) und schauten auf den riesigen Ring mit hohen Kokospalmen und weißen Stränden, an einigen Stellen hohe Wellen, die über das Korallenriff schlugen, türkisblaues, kristallklares Wasser – (nur unser Toilettenpapier, was gerade durchs Klo gespült wurde, war sichtbar!) Mit bloßem Auge konnten man die Delphine metertief unter der Wasseroberfläche entdecken! Einfach traumhaft! 
Kurz vor der Passage in die Lagune übernahm Kap’tän Jim das Kommando und steuerte höchstpersönlich durch die Enge! Die Strömung war stark (bis zu 8 Knoten - für unsere Landratten: ca. 15 km/h) und wenn man nicht wirklich aufpasst, macht das Wasser mit dem Schiff was es will! Des Öfteren sieht man winzige „Whirlpools“ und kleine Stromschnellen... Alles hat geklappt und wir waren drin in der Lagune, inmitten eines Atolls, von den soooo vielen im Südpazifik!
Kauehi war das erste Atoll, was wir besucht haben! Leider – was ich wirklich sehr, sehr schade fand – konnte keiner der Crew von Bord, so dass wir auf die Fotos der Voyage Crew (unserer Gäste) angewiesen waren! (Wie gut das es Digitalkameras gibt!?) Wir waren schon ziemlich neidisch, als wir die Bilder sahen:
Ein kleines, idyllisches, einfaches Dorf mit überaus freundlichen Menschen und Unruhe ist dort ein Fremdwort, ebenso wir Hektik! Keine Asphaltstraßen, keine Verkehrsschilder, keine Straßenlaternen zu sehen, Kinder spielen vor den Häusern mit den einfachsten Gegenständen und ein Tischfußball steht vor dem kleinen Tante-Emma-Laden , wunderschöne „Strände“ , Holzpiere sind in das türkisblaue Wasser gebaut, ideal um dort zu sitzen, zu träumen und die Beine baumeln zu lassen!
Die Abende an Deck wurden recht gemütlich verbracht. Der Anker lag auf dem Meeresgrund und das Wachtsystem war aufgehoben. Die Bar wurde an Deck gebracht und es war Zeit sich bei einem Bier oder Wein, Whisky oder Rum zu unterhalten, Backgammon und Schach standen ebenfalls hoch im Kurs, die Gitarre unterstützte des Öfteren die kräftigen Shantysänger und Sängerinnen... So mancher Abend fand kein schnelles Ende!
Die Tuamotus standen lange im Schatten der Gesellschaftsinseln (zu denen z.B. Tahiti und Bora Bora gehören), aber Black Pearls Farms (Black Pearl Farms on Kauehi) (Schwarze Perlen Züchtung) und der Tourismus verändern dies, obwohl es auf Kauehi noch nicht zu sehen war.
In Fakarava hingegen war dies deutlicher spürbar! Das Atoll ist das zweitgrößte von insgesamt 77 in der Tuamotugruppe. Um eine Vorstellung zu geben: die Lagune ist ca. 1100 km² und es leben dort ca. 500 Menschen! Es gibt einen kleinen Flughafen und eine neuerbaute Hafenanlage mit einer Post, Schule, einem medizinischem Zentrum, der Gendarmerie und einer kleinen Bar bzw. Café, was uns das Warten auf unser Beiboot des Öfteren versüßte!! Einige Tauch- und Schnorkel-Unternehmen bieten Tauchgänge an, die von einigen Crewmitgliedern und Gästen in Anspruch genommen wurden! Die Taucher kamen total begeistert wieder. Marita, Christian und Dave berichteten von einer beeindruckenden Unterwasserwelt: Rochen, riesige Mantas, verschiedenste Haie, unzählige bunte Fische und Delphine. Die Unterwasserkamera hat definitiv ihre Aufgabe erfüllt! Die Fotos sind fantastisch! Leider hat Christian ein mittelgroßes Ohrleiden davongetragen, aber den Tauchgang möchte er nicht missen! Er ist auf dem Weg der Besserung...
Andere Gäste und Crew haben sich mit herrlichen Schnorkelgängen vergnügt! Ehrlich gesagt, war es für mich das erste Mal, das ich die Korallenriffe und die unzähligen Fische mit eigenen Augen gesehen habe! (Im Nordatlantik bzw. in der Nord- und Ostsee sind diese Gebiete bekanntlich nicht reich gesät...) Ich war beeindruckt, herrlich um inmitten der bunten Fischschwärme zu treiben und all die schönen Koralle und Lebewesen zu sehen!
Allerdings begann nach 20 Minuten meine Begeisterung in großen Respekt umzuschlagen: die ersten Riffhaie wurden gesichtet! Nein, diesmal keine Kleinen, diesmal bis zu zwei Meter lang! Kristian aus England sah einen der Haie direkt von Angesicht zu Angesicht und hatte danach definitiv genug vom Schnorcheln – Er kletterte ins Beiboot und fühlte sich dort weitaus sicherer und wartete geduldig, bis das Boot mit all den Anderen wieder zurück zur Soren fuhr!
Die Tuamotu Inseln und die noch kommenden Gesellschaftsinseln sind bekannt für Black-Pearls (Schwarzen Perlen)! Der relative Neuheit dieser Perle (der richtige Boom startete in den späten 80ern) spiegelt sich in den verschiedensten Preisen wider. Eine strahlende, perfekt runde, glatte, einwandfreie Perle mit eine tiefen grün/blauen Farbe, wird wesentlich besser verkauft, als eine ähnliche Perle mit nur einem kleinen Defekt. Der Glanz ist wichtiger als die Farbe, die Größe kann variieren zwischen 8mm und 20mm. Eine Halskette kann schnell zu einem Kollier werden: US $ 50.000 ! Eine einzelne Perle kann bis zu US $ 1000 kosten, aber nicht vollständig perfekte Perlen sind schon ab US $ 40-100 zu bekommen! (picture of Black Pearls) Na, wer sich’s leisten kann...
Es war sehr interessant um zu sehen, wie diese Perlen gezüchtet werden. Leider haben sich meine Französischkenntnisse in den letzten Wochen nicht stark verbessert, so dass ich nicht alles verstanden habe: aus der Schale der Austernmuschel werden weiße „Kugeln“ produziert, die dann vorsichtig in lebende Austern eingesetzt werden. Nach 1 ½ Jahren werden die Austern etwas geöffnet und kontrolliert, wie die Kugel zu einer schwarzen Perle herangereift ist. Ist sie von guter Qualität, wird die Muschel wieder geschlossen und die Perle kann weiter wachsen! ...bis sie letztendlich fertig auf dem Verkaufstisch liegen...
Ich stand ebenfalls am Verkaufstisch und dachte über eine Fußkette nach (sie war mit € 23 die billigste J ), aber mein Verstand hat gesiegt und sie liegt immer noch dort! Vielleicht packt es mich auf einer der anderen Inseln noch einmal – wer weiß?
 Dem Fakarava-Atoll wurde „Au revoir“ gesagt und nach einer weiteren Nacht Segeln fiel der Anker in der Lagune des Apataki-Atolls. Völlig alleine lag die Søren Larsen am Rande eines traumhaften Korallenstrandes mit hohen Palmen und – wie sollte es auch anders sein: türkis-blauem Wasser! Es wurde alles vorbereitet für ein Grillabend am Strand: Feuerstelle gebaut, Holz gesucht – aber die unzähligen vertrockneten Palmblättern waren auch nicht zu verachten – Buffettisch hergerichtet und die Shanty-Liederbücher mit samt der Gitarre durften natürlich auch nicht fehlen! Es war ein herrlicher Abend am Feuer mit Steaks ... und Moskitos, aber auch letzteres tat der Stimmung keinen Abbruch! Einige haben die Nacht an Land verbracht: z.B. in der Hängematte mit einer frischen Lagunen-Brise oder im Zelt!
Die letzten Segelpassage wurde am nächsten Morgen in Angriff genommen! Damit sollte eine lange, lange Reise zu Ende gehen! Beinah zwei Monate waren unsere Gäste nun an Bord, drei von ihnen sogar schon drei bzw. vier Monate (Audrey war so „verrückt“ und hat schon einen Teil unserer Werftzeit in Tauranga mitgemacht!), wiederum andere bleiben für die nächsten ein bis zwei Reisen an Bord (Gesellschaftsinseln und Cook Inseln). Aber insgesamt ist die Abreisestimmung an Bord zu spüren! 
Wir sind inzwischen auf Mooréa, die Nachbarinsel von Tahiti auf den Gesellschaftsinseln ( Society Islands) angekommen!
Doch bevor wir ankamen sind wir nochmals in den Genuß von Walen gekommen. Es war grandios! Der Lookout im Mast ortete so viele, dass wir gar nicht mehr wussten in welche Richtung wir gucken sollten! Der absolute Höhepunkt waren die drei Wale direkt neben dem Schiff. Es glich einem Synchronschwimmen, was die drei Buckelwale dort veranstalteten. Einer von ihnen verabschiedete sich mit dem Herausstecken der Schwanzflosse, was ich natürlich nicht im Fotokasten habe... Es war traumhaft!
Als kleines „Abschiedsgeschenk“ – und zum Geburtstag von Peter – wurde nach der „Mann-über-Bord“ Übung noch eine Fotosession veranstaltet. Jeder, der interessiert war, konnte ins Dinghi springen und die Soren Larsen unter vollen Segeln fotographieren! Hier einige Schnappschüsse:
Die Gesellschaftsinseln sind eine Kombination auf Marquesas und den Tuamotus: Korallenriffe, weiße Strände und inmitten der Insel hohe grüne Berge! Die Ortschaften werden größer, der Tourismus nimmt zu - die Preise ebenfalls - und man merkt deutlich, dass die Zivilisation nicht weit weg ist! Tahiti liegt einige Meilen weiter östlich und in der großen Stadt Pape’ete wird unsere Südpazifik-Reise vorläufig unterbrochen. Nach Tauranga bzw. Auckland ist dies – nach knapp drei Monaten – die erste, echte Stadt die wir erleben! Einige Crewmitglieder können es gar nicht erwarten, um in Pape’ete die Leinen an Land zu bringen! Wir werden dort für knapp 10 Tage an der „Waterfront“ liegen und eine kleine Werftperiode unternehmen, aber nichts desto trotz wird das Nachtleben hoch im Kurs stehen...! Außerdem stehen Crewwechsel an und „frei Tage“ für uns Crewmembers Natürlich freuen wir uns riesig drauf! Ich halte Euch auf dem Laufenden...
A bien tôt!
Astrid
See Astrid's Tuamotu Pictures 01
See Tuamotu Astrid's Pictures 02
Read Marita's account of the islands here
Read Astrid's German log here
See Tuamotu Diving Picture Gallery here
We shall be visiting Tuamotus again during the Easter Island to Tahiti 2006 voyage - see Schedule here

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